FAQs - Häufig gestellte Fragen

 

 

Obwohl das Thema Organisationsaufstellung bekannt und immer mehr darüber zu hören ist, heißt das noch lange nicht, dass alle Fragen dazu geklärt sind. Frequently Asked Questions ist dafür da, die wichtigsten zu beantworten. 

Teamaufstellungen

 

 

Ein Merkmal von Aufstellungen ist, dass die tatsächlich am Konflikt beteiligten Personen meist nicht vor Ort sind. Workshopteilnehmer agieren als Stellvertreter/-innen der Elemente im System. Das sind Personen, die sich vorher meist noch nie gesehen haben.

 

Bei Teamaufstellungen ist das etwas anders. Hier handelt es sich um Aufstellungen, die mit den einzelnen Mitgliedern eines bestehenden Teams durchgeführt werden.

 

Mehr dazu findest Du hier. 

FAQS - Häufig gestellte Fragen

Was sind Organisationsaufstellungen?

Wenn von Aufstellungen die Rede ist, sind meist systemische Aufstellungen gemeint. Eine Systemaufstellung ist die visuelle Darstellung eines Systems.

Systeme innerhalb einer Organisation sind zum Beispiel das gesamte Unternehmen, Abteilungen (Marketing, Buchhaltung, Vertrieb, Personal etc.) und/oder Stakeholder, ein Projekt- oder das Managementteam. 

Die einzelnen Elemente eines Systems zu identifizieren ist noch keine große Herausforderung: Das Produkt, die Manager/-innen, die Abteilungen, die Mitarbeiter/-innen, das Unternehmensziel etc. 

Nicht so einfach zu identifizieren sind jedoch die Beziehungen dieser Elemente untereinander. Das ist jedoch essenziell, um Probleme, Spannungen und Widerstände zu erkennen und zu lösen.

Und genau das passiert bei der Arbeit mit Aufstellungen: Wir machen Beziehungen sichtbar und lesen das System.

Das Ergebnis: Ein klarer Blick auf das was ist. Informationen, die vorher nicht wahrgenommen wurden, helfen bei der Betrachtung des Anliegens. Allein die neue Wahrnehmung entspannt die Situation oft maßgeblich. Das System hat sich bereits dann verändert.

Wie wirken systemische OrganisationsAufstellungen?

Es gibt verschiedene Erklärungen für diese Phänomene. Ein Ansatz ist, dass die Person mit der Schilderung des Anliegens, Hinweise auf das innere Erleben der Beteiligten im System gibt und die Stellvertreter/-innen sich einfach an diese Schilderungen halten oder diese interpretieren. Viele Psychologen beziehen sich auf diese Erklärung.


Ein anderer Ansatz ist, dass die/der Anliegengeber/in Teil eines Feldes ist, in das die Stellvertreter/-innen gewissermaßen eintauchen. Über Körperempfindungen und innere Impulse sind die Stellvertreter/-innen dann auch mit diesem Feld verbunden.


Wie auch immer man die Phänomene, die sich zeigen, erklärt – wir freuen uns in erster Linie über die neuen Einsichten und die heilsame Wirkung, die die Aufstellungsarbeit immer wieder zutage bringt.

Was ist der Nutzen?

In den meisten Fällen die Entspannung des Systems und damit ein Ansatz zur Lösung des ursprünglichen Problems. Das “reale” System am Arbeitsplatz profitiert unmittelbar.

Wie läuft eine Organisationsaufstellung ab?

  • Ein/e Klient/-in schildert ein Anliegen, also ein Problem oder eine Schwierigkeit

  • Daraufhin wählen die Aufstellungsleiter/-innen Personen aus der Gruppe aus, die als Stellvertreter/-innen agieren – für Menschen und Elemente, die mit dem Anliegen in Verbindung stehen

Die tatsächlich am Konflikt beteiligten Personen sind also meist nicht vor Ort.

Die Stellvertreter/-innen werden dann von den Aufstellungsleitern an verschiedene Orte im Raum aufgestellt und miteinander in Beziehung gesetzt.

Sichtbar wird nun, wie sie zueinander stehen. Stehen sie nah oder fern zueinander? Schauen sie sich an oder in andere Richtungen? Gibt es eine Verbindung oder keinen Kontakt? Fühlt sich eine/r stärker als die/der andere?

Die Stellvertreter/-innen repräsentieren nicht nur die Rolle der Menschen und Elemente, die sie darstellen, sondern beginnen auch so ähnlich zu fühlen, wie die tatsächlich beteiligten Personen. Auf einmal fühlen sich zwei Stellvertreter/-innen zueinander hingezogen, und nach der Aufstellung kommt heraus, dass auch diejenigen, die sie vertreten, miteinander befreundet sind.

Oder ein/e Stellvertreter/-innen wird ärgerlich: Hinterher erfahren wir, dass der/die Vertretende am Arbeitsplatz große Probleme hat und sich häufig wütend zeigt.

  • Durch gezielte Interventionen der Leiter/-innen (Fragen, Aussagen, oder Neupositionierung der Stellvertreter/-innen im Raum) kann der/die KlientIn sein/ihr Problem bearbeiten und oft auch schon lösen.

Wer profitiert von einer Aufstellung?

Jeder Teilnehmer des Workshops.

In einer Aufstellung zeigen sich nicht nur persönliche Konstellationen, sondern auch von allen erfahrbare systemische Ordnungen bzw. Verstöße gegen diese Ordnungen. Diese Ordnungen sind zum Beispiel:

  • Der/die (Dienst-)Ältere hat Vorrang

  • Der/die Ranghöhere hat Vorrang

  • Der/die besondere Leistung Erbringende hat Vorrang usw.

Diese Ordnungen sind zwar logisch und oft bekannt, dennoch lernen und erfahren wir am Beispiel eines Anliegengebers immer auch etwas über die systemischen Konstellationen, Ordnungen und Bewegungen in unserem eigenen Feld. Insofern ist eine Aufstellung sowohl wertvoll für die Anliegengeber, als auch für die Stellvertreter/-innen und für diejenigen, die von außen das Geschehen auf sich wirken lassen. Wenn wir offen sind für das, was sich zeigt, lernen wir alle.
 

Wann macht man eine Aufstellung?

Eine Aufstellung hat den größten Impact, wenn es sich beim Anliegen um ein konkretes Problem handelt, welches einen bestimmten Leidensdruck erzeugt. Manche Teilnehmer/-innen haben ein konkretes Anliegen und manche haben gerade keines.

Die Organisationsaufstellung richtet sich an Menschen, die Unternehmen, Gruppen, Teams, Abteilungen oder Organisationen leiten und sich persönlich & professionell weiterentwickeln möchten.
 

Wie lange dauert eine Aufstellung?

Das kann sehr unterschiedlich sein. Wir haben Aufstellungen geleitet, die 60 Minuten und welche die 4 Minuten dauerten. Es geht darum, eine Information zu erhalten, die vorher nicht im Blick war. Das geht manchmal sehr schnell und manchmal braucht es etwas mehr Zeit. In der Regel stellen wir an einem Workshoptag 2 bis 3 Anliegen auf.
 

Muss Ich Mich vorbereiten?

Nein. Es sind keine Vorbereitungen notwendig.
 

Welche Anliegen können innerhalb der Organisationsaufstellung bearbeitet werden?

Viele verschiedene Anliegen eignen sich für Organisationsaufstellungen. Hier ein paar Beispiele aus vergangenen Workshops:

  • Konflikte im Team / Abteilung / Unternehmen

  • Reflektion der Rolle

  • Das eigene Standing, die eigene Durchsetzungskraft

  • Kundenfluktuation

  • Personalmangel

  • Hoher Krankenstand

  • Stagnation im Change Prozess

  • Das Unternehmen in der Öffentlichkeit

  • Interkulturelle Herausforderungen

  • Wandel und das Miteinander im Führungsteam

  • Spezielle Herausforderungen in Familienunternehmen

 

Teamaufstellungen

Ein Merkmal von Aufstellungen ist, dass die tatsächlich am Konflikt beteiligten Personen meist nicht vor Ort sind. Die Workshopteilnehmer agieren als Stellvertreter/-innen der Elemente im System. Das sind Personen, die sich vorher noch nie gesehen haben.

Bei Teamaufstellungen ist das etwas anders. Hier handelt es sich um Aufstellungen, die in der Regel mit den einzelnen Mitgliedern eines bestehenden Teams durchgeführt werden. 

Angenommen ein herausforderndes Projekt kommt einfach nicht zum Ende und raubt den Beteiligten die Nerven: Hier können Teamaufstellungen helfen, die Kernproblematik zu verdeutlichen und praktischere und produktivere Maßnahmen zu identifizieren. All das geschieht auf Basis eines gemeinsamen Verständnisses für das Projekt. 

Sprechen Sie mich an, wenn Sie im Rahmen ihrer Organisations- oder Teamentwicklung mit Aufstellungen oder Aufstellungselementen arbeiten möchten.

 

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